Factoring+ vs. SEPA: Direkter Vergleich für Unternehmen

Factoring+ vs. SEPA: Direkter Vergleich für Unternehmen

Sergej Dubowik

11/7/2024

8

Minuten Lesezeit

Sergej Dubowik

August 21, 2023

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Was ist eigentlich das klassische Factoring?

Stell dir vor, du schreibst eine Rechnung und das Geld aus der Rechnung ist innerhalb von wenigen Tagen bei dir. Wenn du nicht mehr von der Zahlungsmoral deiner Kunden abhängig bist, sondern deine Einnahmen direkt in neues Wachstum investieren kannst, dann ist das Factoring. Als Factoring bezeichnet man eine Form der Unternehmensfinanzierung. Hierbei verkaufst du als Unternehmer deine Forderung an einen Factor, der sich um alles weitere kümmert. Du musst dann nur noch dafür sorgen, dass dein Kunde auch wirklich mit deiner Leistung zufrieden ist.

Das kann Factoring+ von Sales Power dir zusätzlich bieten

Im Factoring+  gehen deine Vorteile noch über die Leistungen im klassischen Factoring hinaus. Denn hier können Coaches und Agenturen den Service des Factorings nutzen. Viele Factoring-Unternehmen schließen solche Unternehmen und Selbstständige grundsätzlich aus. Außerdem erlebst du hier den Ankauf deiner Rechnung und die sofortige Begleichung auch für Ratenzahlungen und Retainer an. So bekommst du das Geld für Verträge, in denen du Ratenzahlungen oder Retainer für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten vereinbart hast, direkt ausgezahlt. Perfekt für deine Liquidität und eine hervorragende Möglichkeit, in weiteres Wachstum zu investieren.

Das sind die Vorteile im Factoring+

Die Vorteile im Factoring beziehen sich vor allem auf den Bereich Liquidität. Du kannst hier einfach schneller mit deinem Geld planen und es daher auch schneller wieder reinvestieren. Einfach gesagt:

  • Du erhöhst deine Liquidität durch den Verkauf deiner Forderung schnell und effektiv.
  • Das Factoring-Unternehmen weiß natürlich zum Zeitpunkt des Kaufs deiner Forderung nicht, ob dein Kunde die Forderung wirklich begleichen wird. Das Risiko eines möglichen Zahlungsausfalls geht dann auf das Factoring-Unternehmen über.
  • Du sparst dir den Verwaltungsaufwand, wenn es um das Verfolgen offener Rechnungen geht, und kannst deine Ressourcen damit auf andere Dinge konzentrieren.
  • Gerade im Factoring+ hast du die Möglichkeit, Zahlungen, die erst in bis zu 24 Monaten fällig werden, sofort zu erhalten und steigerst so deine Investitionsmöglichkeiten erheblich. 
  • Im Factoring+ tritt der Factor nicht als Reseller auf - du verkaufst zwar deine Rechnung und bekommst dein Geld dadurch schneller, trotzdem schließt der Kunde den Vertrag direkt mit dir ab und nicht mit dem Factor.
  • Factoring spüren deine Kunden nur minimal, denn sie müssen lediglich ihre Rechnung an einen anderen Zahlungsempfänger überweisen. Vertragspartner bleibst weiterhin du und auch die Rechnung läuft weiterhin über deinen Namen.
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Factoring verursacht Kosten - bringt dir aber einen echten Marktvorteil

Factoring ist die perfekte Möglichkeit, schnell und unkompliziert an dein Geld zu kommen. Die Zahlungsmoral vieler Kunden wird heute immer schlechter. Oft zahlen Kunden erst nach der ersten oder sogar der zweiten Zahlungserinnerung. Das verursacht einen hohen Verwaltungsaufwand und bremst dein Wachstum aus, denn das Geld aus deiner Arbeit steht dir oft erst deutlich nach Fälligkeit zur Verfügung.

Im Factoring hingegen hast du einen großen Liquiditäts Vorsprung vor der Konkurrenz. Denn hier hast du Geld aus den verkauften Rechnungen bereits nach wenigen Tagen auf dem Konto. Das Beste daran: Das funktioniert eben auch mit Ratenzahlungen oder mit vereinbarten Retainern.

Denn anders als im normalen Factoring gehen die Anbieter im Factoring+ so weit, dass auch für noch nicht erbrachte Leistungen, die vertraglich vereinbart wurden, bereits die Zahlungen geleistet werden. Hast du beispielsweise als Agentur mit einem Unternehmen einen Vertrag über 24 Monate abgeschlossen und sollst für deinen Service monatlich 2.500 Euro bekommen, sind das auf die gesamte Laufzeit gerechnet 60.000 Euro.

Im Factoring+ erhältst du nun direkt die volle Summe abzüglich der Factoring-Gebühr des Anbieters und kannst damit direkt wirtschaften. So kannst du sofort weiter skalieren, eventuell neue Mitarbeiter/innen einstellen oder dein Unternehmen anderweitig ausbauen. Ohne Factoring+ würde dir das Geld nur in kleinen Beträgen über zwei Jahre verteilt zur Verfügung stehen und du bräuchtest für eine größere Investition direkt einen Kredit.

Die Arbeit mit den weiteren Zahlungseingängen und der teilweise notwendigen Beitreibung der offenen Beträge hat der Factor. Da auch hier natürlich Kosten entstehen und auch der Factor am Ende aus der angebotenen Tätigkeit Einnahmen erzielen muss, zahlst du für die Serviceleistung des Factoring eine Gebühr. Diese wird direkt von der Rechnung einbehalten. Mit 10 - 12 % der Rechnungshöhe musst du dabei rechnen - eine Summe, die du durch die eingesparten Kapazitäten in Sachen Buchhaltung, Rechnungsstellung und -nachverfolgung teilweise direkt wieder einsparen kannst.

Was ist eigentlich das SEPA-Verfahren

Das SEPA-Verfahren wurde im Jahr 2008 in Europa eingeführt. SEPA ist eine Abkürzung, die für „Single Euro Payments Area“ steht. Auf Deutsch bedeutet das „Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum“. Vor der SEPA-Einführung hatte jedes Land in der EU seine eigenen Regeln zum Zahlungsverkehr. Mit SEPA wurde das vereinheitlicht, was vor allem grenzüberschreitende Überweisungen leichter gemacht hat. Aber nicht nur das. Auch in Deutschland hat sich durch die Einführung des SEPA-Verfahrens vieles verbessert.

So zum Beispiel die Dauer der Banklaufzeit. Früher konnte eine Überweisung von einer Bank zu einer anderen schon mal bis zu 7 Werktage dauern. Auch innerhalb Deutschlands. Ins Europäische Ausland konnte eine Überweisung noch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Mit der Einführung des SEPA-Verfahrens wurde auch verbindlich festgelegt, dass die Dauer einer Überweisung innerhalb des SEPA-Raumes nur 1 Werktag betragen darf.

Im SEPA-Verfahren gibt es drei Ausgestaltungen:

  • SEPA-Lastschriften
  • SEPA-Überweisungen
  • Kartenzahlungen

Uns betreffen vor allem SEPA-Lastschriften. Denn hierbei geht es darum, dass du deinen Kunden die Möglichkeit bietest, per SEPA-Lastschrift zu bezahlen. Dein Kunde gibt also seine Bankverbindung in deinem Online-Shop oder in deinem Zahlungsformular ein und bestätigt, dass du berechtigt bist, die vereinbarte Summe von seinem Konto abzubuchen. Du meldest dann diese Lastschrift bei der Bank deines Kunden und erhältst die Zahlung.

Vorteile im SEPA-Verfahren

Das SEPA-Verfahren hat im Vergleich zum vorherigen Flickenteppich an Zahlungsregularien in Europa eine Menge Vorteile gebracht. Auch bei Zahlungen innerhalb Deutschlands kannst du von der Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren profitieren. Die Vorteile sind dabei:

  • Das Geld ist (Liquidität des Kunden vorausgesetzt) innerhalb eines Banktages bei dir.
  • Für die Einrichtung des SEPA-Verfahrens kann eine einmalige Gebühr für dein Unternehmen fällig werden – ansonsten ist die Teilnahme am SEPA-Lastschriftverfahren aber kostenlos.
  • Mit einer SEPA-Lastschrift kannst du auch vielen Kunden im (EU-)Ausland eine einfache und effiziente Zahlungsweise anbieten.

Nachteile im SEPA-Verfahren

Auch wenn man das auf den ersten Blick nicht direkt sieht – das SEPA-Verfahren bringt auch einige Nachteile mit sich.

  • Du hast keine Garantien – wenn das Konto deines Kunden nicht gedeckt ist, kann die Bank deines Kunden die Lastschrift zurückgeben und die Zahlung einfach verweigern. Auch in diesem Fall musst du wieder deinem Geld hinterherrennen.
  • SEPA ermöglicht grenzüberschreitende Zahlungen – dafür müssen allerdings Kontodaten deiner Kunden bei dir gespeichert werden. Diese Daten sind natürlich sehr sensibel. Das bedeutet, dass deine Datenverarbeitung höchsten Datenschutzanforderungen entsprechen muss.
  • Auch wenn das SEPA-Verfahren für den einfachen Bankkunden eine Vereinfachung bedeutet, kann es für dich als Unternehmer kompliziert in der Anwendung sein.
  • Wenn du eine Ratenzahlung über 24 Monate vereinbart hast oder 24 Retainer erhältst du auch mit dem SEPA-Lastschriftverfahren jeden Monat nur die dann fällige Teilzahlung.

Die wichtigsten Unterschiede beider Verfahren im direkten Vergleich

Factoring+

Vorteile:

  • Liquiditätssteigerung
  • Risiko eines Zahlungsausfalls wird für dich minimiert
  • Reduzierung des Verwaltungsaufwandes
  • Bis zu 24 Retainer oder Monatsraten sofort in einer Summe ausgezahlt

Zu beachten:

  • Es entstehen Kosten

SEPA-Lastschriftverfahren

Vorteile:

  • Zahlung innerhalb eines Banktages
  • Teilnahme am SEPA-Verfahren ist kostenlos
  • Einfache Zahlung auch für Kunden im (EU-) Ausland

Zu beachten:

  • Keine Garantie bzgl. der Liquidität – Gefahr ungedeckter Konten
  • Hohe Anforderungen an Datenschutz
  • Teilweise kompliziertes Verfahren für Coaches und Agenturen
  • Zahlungen erfolgen nur bei Fälligkeit und nicht im Voraus

Fazit: Zwei Finanzdienstleistungen mit einigen Stärken und wenigen Schwächen

Sowohl das SEPA-Verfahren als auch das Factoring+ bieten einige spannende Vorteile. Das SEPA-Verfahren hat allerdings deutlich mehr Schwächen als das Factoring. Am Ende gibt es einen Vorteil im Factoring+, der deutlich überwiegt. Das ist die Möglichkeit, Ratenzahlungen und Retainer bis zu zwei Jahre in die Zukunft schon jetzt zu verkaufen und innerhalb von 48 Stunden auszahlen zu lassen. Das versetzt dich in die Lage, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen, direkt Gelder zu investieren, die du sonst erst in der Zukunft einnehmen würdest. Die damit einhergehende Liquiditätssteigerung kann das SEPA-Verfahren dir schlichtweg nicht bieten.

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